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by geo_2019 in cultural-heritage-history
Als Friedhofs- oder Freskenkapelle wird das turmähnliche Gebäude neben der katholischen Pfarrkirche von Birmenstorf bezeichnet. Die heute für Andachten und Taufen benutzte Kapelle war ursprünglich der um 1300 an ein schon bestehendes Gotteshaus angefügte romanische Chor. Ab 1531 diente die Kirche den reformierten wie auch den katholischen Gläubigen. Nachdem die Leute beider Konfessionen in Birmenstorf eine eigene Pfarrkirche errichtet hatten, liess die katholische Kirchgemeinde 1937 das überflüssig gewordene alte Gotteshaus abreissen. Beim Abbruch kamen im Altarhaus unter einem 5 cm dicken Verputz gotische Wandmalereien zum Vorschein. Eilends wurden Massnahmen zur Rettung der mittelalterlichen Bilder eingeleitet: Der Chor erhielt ein Notdach, in der Presse erschienen Spendenaufrufe, Bund und Kanton stellten Subventionen in Aussicht. Noch im selben Jahr konnten die Bilder restauriert und der einstige Chor in eine Kapelle umgebaut werden.