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by michel96.mh in cultural-heritage-history
Im Jahre 1599 wütete die Pest besonders totbringend im Erzgebirge. Allein in Annaberg starben über 2200 Menschen an dieser Seuche. Meinatforscher Bruno Sehlig berichtet u. a.: "Im Oktober begann die Trägodie der aus Oelsnitz/E. stammenden Christine Mothes, die bei ihrem Bruder in Böhmen lebte. Es war 14 Tage vor Martini, als Christine das Sterben um sich herum nicht länger aushielt und flüchtete. Über 50 km lief sie an jenem ersten Tag. Und das bei Schnee, Eiskälte und den morastigen Wegen des Ergebirgskammes. Vorbei an Annaberg und Geyer, wo der Tod bereits gewaltige Ernte hielt, fand sie am Rande des finsteren Geyrischen Waldes in einem Schuppen einen mitleidigen Bergmannes Unterkunft. Am anderen Tag kämpfte sie sich weiter durch das Schneetreiben und kam über Hormersdorf und Günsdorf nach Dorfchemnitz. Der dortige Richter erließ aus verständlichen Gründen ein Verbot jeglichen Kontaktes. So kam das entkräftete Mädchen nicht mehr weit. Am Waldrand, nahe der Brünloser Straße suchte sie sich Schutz, starb...